© Helga Schütz
© Helga Schütz
© Franziska Kersten
© Franziska Kersten
© Helga Schütz
© Helga Schütz

(M)ein Fotografenleben

Ich bin zwar gebürtiger Frankfurter (Jahrgang 1960), lebe aber nun schon seit über 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen, zunächst einige Jahre in Dortmund, seit 1995 im Münsterland. Beruflich bin ich als Energieberater für Kommunen bei der EnergieAgentur.NRW tätig.

 

Mit der Fotografie beschäftige ich mich eigentlich schon seit 1976, damals habe ich eine Berufsausbildung in der deutschen Seeschifffahrt gemacht und für das fotografische Festhalten der Reisen in „die große, weite Welt“ von meinen Eltern eine Practica geschenkt bekommen. Allerdings beschränkte sich damals meine Fotografie auf eine einigermaßen korrekte Belichtung und Schärfe ohne auf eine Bildaussage zu achten. Ich hatte keine Vorstellung davon, wie vielseitig und kreativ Fotografieren sein kann. Erste Erfahrungen mit der Entwicklung der Bilder habe ich seinerzeit auch gemacht, habe das Thema aber nicht weiterverfolgt. Auch während und nach dem Studium hat sich an meiner Art Fotografie prinzipiell trotz neuerer Kamera (Nikon FE) nichts geändert. Mehr als lediglich dokumentarische Bilder von diversen Reisen und Urlauben habe ich nicht gemacht.

 

Geändert hat sich das zu Beginn dieses Jahrtausends, als mir meine Frau ein Buch über Landschaftsfotografie zu Weihnachten schenkte. Seitdem beschäftige ich mich wieder intensiver mit dem Hobby Fotografie, zunächst auf Film, weil ich damals nicht an den Durchbruch der Digitalfotografie glaubte, dann ab ca. 2003 mit SLR für Film (Nikon F90X) und digitaler Kompakt- (Canon G2) und Bridgekamera (Lumix FZ30) und seit 2008 ausschließlich digital. Meine erste digitale Spiegelreflex war eine gebrauchte Nikon D200. Was für eine Kamera!!! Damals war ich der Ansicht, dass ich damit ein High-End Gerät hätte und das Ende der digitalen Fahnenstange erreicht sei. Weit gefehlt!!!

 

Heute mache ich meine Fotos auf Reisen und unterwegs überwiegend mit einer Nikon D7000 im Nikon DX-Halbformat und einem eher spärlichen Objektivpark von 12 bis 200 mm. Zu Hause, und wenn ich schon mal nur zum fotografieren verreise, verwende ich eine Nikon D800 im Nikon FX-Vollformat mit Brennweiten von 16 bis 500 mm. Alle Aufnahmen entstehen im RAW-Format und werden mit dem Programm Adobe Lightroom archiviert und entwickelt.

 

Nachdem ich im Frühjahr einen Bericht des Fotografen Matthias Bittner in der Zeitschrift fotoforum mit dem Titel „60 Filme Deutschland“ gelesen habe, hat mich wieder das Filmfieber gepackt und ich habe mir einen lang gehegten Traum erfüllt. Seit kurzer Zeit bin ich Besitzer einer Mittelformatkamera Hasselblad 503cx und einer Nikon F4s. Back to the Roots. Die Zeit wird zeigen, ob diese Art der Fotografie noch eine Zukunft hat. Zumindest haben sich schon einige Labore darauf eingestellt und bieten einen „hybriden Workflow“ mit konventioneller Entwicklung und anschließendem Scannen auf High-End Scannern an.

 

Lange habe ich alles Mögliche fotografiert, aber so langsam kristallisieren sich meine fotografischen Vorlieben etwas deutlicher heraus (glaube ich). Mein Hauptaugenmerk liegt derzeit in der Reise- und Architekturfotografie. Aber auch Technik-, Landschafts- und Nachtaufnahmen gehören dazu. In der jüngeren Vergangenheit habe ich mich auch ein wenig der abstrakten bzw. experimentellen Fotografie wie z.B. mit Zoom- oder Wischeffekten aber auch „alten“ Techniken wie Lochkameras gewidmet.